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Syndicate

Das beste Steak der Welt PDF Print E-mail
Written by Alex   
Friday, 31 August 2007
... gibt es leider nicht mehr, denn ich habe es letztes Wochenende in Lake Placid aufgegessen ! ;-)

Es gibt ja Leute, die sagen, in den USA gibt es kein ordentliches Essen. Das stimmt so nicht.

Also, es ist schon deutlich anders als in Deutschland. Um mal mit den negativen Dingen anzufangen: es wird einem hier schon sehr einfach gemacht, sich ungesund zu ernähren. Eine Fastfood-Bude an der anderen, die Dickmacher im Supermarkt (bei dem es nicht vorgesehen ist, hinzulaufen) gleich am Eingang und es gibt zwar Brot, welches nicht schlecht schmeckt, aber eben auch nicht gut. Es ist hier wohl ein Qualitätsmerkmal, wenn Brot und Brötchen besonders weich sind, also nix mit knackiger Kruste oder so. Von Thüringer Klößen hat man hier auch noch nicht viel gehört.

So, jetzt aber zu den guten Dingen: Rindfleisch !

Und das schmeckt nicht nur als Steak gut, sondern auch als Burger. Noch ein Wort zu den Steaks, die üblichen Größen sind hier 10 und 12 Oz, das sind 280 bzw. 340 Gramm Fleisch, und das nichtmal besonders teuer, mit 15$ ist man dabei ! :-) Das ganze dann "real flame grilled" und innen noch schön rosa bis blutig - hmmm. Dazu gibt es üblicherweise Pommes und Ketchup. Wenn von Salat nichts auf der Karte steht, ist auch keiner dabei - es wird sich eben auf das wesentliche konzentriert. Meisten liegt immerhin noch ein "Pickle", also eine saure Gurke teilnahmslos auf dem Teller mit rum, die man halt noch dazu isst (kein Vergleich mit Gurken aus dem Spreewald oder so).

Die saure Gurke zum Essen dazu gibt es hier nicht nur in Restaurants, sondern die essen normale Amerikaner sonst auch dazu. Ebenso wie es zum eigentlichen Hauptbestandteil immer noch eine Side (Sättigungsbelage gibt): zum Burger noch Fries, zum Sub (Baguette) noch Chips usw. Und auch das machen Amerikaner wirklich so, zum belegten Brot werden noch Chips gegessen.

In Deutschland haben Burger ja keinen besonders guten Ruf, auch Dank McDonalds. Wir waren hier auch einmal dort, um zu sehen, ob es hier anders als in Deutschland ist. Ergebnis: nein, es ist praktisch genauso. D.h. man isst dort in Deutschland quasi authentisch amerikanisch, aber eben nicht unbedingt authentisch amerikanisch gut.

Ein schöner Burger (1/2 Pounder, gerne auch ein 3fach 1/3 Pounder :-), den man ausser bei McDonalds und Burger King hier fast überall bekommt, kann wirklich etwas sehr leckeres sein. Man hat dann einen 1 bis 2 Zentimeter dicken Burger aus Rindfleisch, aussen schön gegrillt, innen noch schon saftig und rosa. Dazu die obligatorischen Fries und z.B. eine Lemonade (das ist keine Limonade, sondern eher sowas wie Zitronensaft). Bei den Getränken hat man meistens "Free Refill", d.h. sobald das Glas leer ist, bekommt man es sofort nachgefüllt.

Wenn man mal keinen Burger will, kann man hier sehr gut auf Fisch, auch Lachs, Hummer und Krabben, Obst und Gemüse usw. ausweichen, das gibt es viel und zu normalen Preisen, wenn man also will, kann man sich hier sehr gut versorgen.

Wir waren also in Lake Placid, und vor dem Steak waren wir auf dem Ampersand Mountain, immerhin 3400 Ft., also ungefähr 1100m hoch. Das war diesmal wirklich fast eine Kletterei, wir mussten uns durch's Geröll und über Felsen schlagen. Bären haben wir (zum Glück) auch diesmal nicht getroffen, nur einen vorwitzigen Chipmunk, dem aber unser Baguette von Subway (Thema Fastfoodketten, aber bei Subway nimmt man ab, wenn man was isst...), nicht geschmeckt hat.

Am Abend ging es dann mit unserem Plymouth wieder heim. Der Plymouth, wenn auch nicht der neueste, schlägt sich bis jetzt sehr gut, wir hatten noch keinerlei Probleme mit ihm und der Verbrauch hält sich auch in Grenzen (25 bis 30 Meilen pro Gallone, das müssen so um die 10 Liter pro 100km sein). Der Verkehr ist hier etwas anders als in Deutschland. Bei roten Ampeln darf man normalerweise rechts abbiegen, ausser es ist extra verboten. Die Verkehrsschilder haben hier viel mehr Text, anstatt Symbole wie bei uns ("No parking", "No turn on red", "Right lane must turn right" usw.). Diese Texte sind manchmal noch mit Drohungen geschmückt: "It's the law !", "Don't even think about it!" oder dem Preis: "100$ fine". Ortseingangsschilder wie bei uns gibt es so nicht. Wenn ein Ort anfängt, steht eben eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung da, das war's. Es gibt hier auch "All way stop" Kreuzungen, da hat jede Richtung ein Stopschild, jeder muss anhalten, und es wird in der Reihenfolge gefahren, in der die Autos an der Kreuzung angekommen sind. Man muss sich da also merken, welche Autos schon standen, als man selbst angehalten hat, und wenn die alle gefahren sind, fährt man selber los. Es gibt hier auch sowas ähnliches wie einen TÜV, aber der überprüft wohl eher, dass das Auto eben noch fährt, Rostlöcher, weggefressene Türgriffe oder Tankdeckel, fehlende Türen, übergrosse Reifen usw. stören dabei wohl nicht. Auf den Highways darf man hier üblicherweise 55 oder 65 Meilen pro Stunde fahren, das entspricht 88 und 104 km/h. Wenn man noch 5 Meilen Toleranz dazurechnet, ist man immerhin doch bei ungefähr 110 km/h. Das ist auch nicht besonders schnell, aber man kommt schon vorwärts. Unser Plymouth mit seinen 2.5L Hubraum ist hier schon eher ein kleines Auto, Kleinwagen wie Polo, Saxo, Fiesta, Corsa usw. gibt es hier nicht. Ab und zu sieht man einen Golf, aber hoch im Kurs stehen Japaner, vor allem Toyota und Honda. Vor allem aber lieben Amerikaner grosse Autos - sie muessen nicht besonders schnell sein, oder besonders nobel, Hauptsache gross, ein paar Fotos dazu haben wir natürlich auch :-). Bevorzugt werden Trucks mit grosser Ladefläche, mit Becherhalter in der Ladeklappe - die eignen sich hervorragend zum Picknicken oder im Autokino als erhöhte Sitzfläche.

Ein besonderes Feature der Autos hier ist scheinbar, dass alle prinzipiell Tropfen, was auch immer da tropft. Jedenfalls sieht man das auf jedem Parkplatz und unser Auto macht das auch, was aber scheinbar nicht stört (ab und zu muss man mal einen Liter Öl nachfüllen, aber das ist schon ok).

Ausser den grossen Pickups, SUVs und Trucks gibt es das ganze auch in lang - beliebtestes Auto als Stretchlimo ist mit Abstand das Lincoln Towncar. Dachten wir in Boston noch, Stretchlimos wären eine nachtaktive Gattung, kamen sie in New York auch tagsüber in Scharen aus ihren Verstecken ;-)

Und was es wirklich und nicht nur bei den Simpsons gibt, ist der besondere Parkplatz als Belohnung für den angestellten des Monats (überhaupt sind die Simpsons realistischer als ich dachte).

So, ausserdem waren wir in bei den berühmten Horse Races in Saratoga. Wer an gehobene luxuriöse Atmosphere denkt, liegt falsch. Die Amerikaner kamen wie üblich mit ihren Trucks und möglichst grossen Kühltruhen, um den Tag dann unter Sonnenschirmen mit Picknicken zu verbringen und nebenbei auf die Pferde zu wetten. Wir wollten auch 2 Dollar irgendwo setzen, aber so einfach ging das nicht, da gibt es verschiedene Wettschemen, das war uns zu kompliziert und so haben wir also kein Geld verloren :-)

Das können wir dann nächste Woche machen, am Sonnabend fliegen wir nach Las Vegas, fahren von dort an den Grand Canyon und dann geht es nach Los Angeles an den Pazifik. Am 16. September werden wir dann wieder zurück in Clifton Park sein, bis dahin wird von uns nicht viel zu hören sein Vielleicht bekommen wir dann noch ein bisschen "Indian Summer" mit, letztes Wochenende in Lake Placid waren schon einzelne knallrote Blätter an Bäumen zu bewundern :-)

P.S. meine erste Achterbahn mit Looping habe ich (Antje natürlich auch) jetzt auch hinter mir, und Bugs Bunny war auch da :-)

Last Updated ( Friday, 31 August 2007 )
 
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