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Written by Alex   
Tuesday, 31 July 2007
Letztes Wochenende waren wir, wie an den Bildern zu erkennen, das erste mal Hiking in den Adirondacks ! (die Bilder muss man sich diesmal selber passend dazusuchen).

In der Nähe von Ticonderoga am nördlichen Ende des Lake George erklommen wir den Mt. Treadway, 2248 Ft hoch (ok, das sind dann doch nur knapp 800 m, also weniger als der Kickelhahn). Die Strecke hatten wir uns aus dem Buch "50 Hikes in the Adirondacks" herausgesucht, 8 Meilen mit Schwierigkeitsgrad 1-2 (also einfach). Unten am "Trailhead" gab es ein Buch, in das man sich ein- und hinterher wieder austragen sollte. Die Differenz zwischen eingetragenen und ausgetragenen Wanderern ergibt die verlorengegangen Wanderer pro Tag... (nach denen dann wohl gesucht werden wird). Wir haben uns ordnugsgemäß ein- und wieder ausgetragen (wie man schon daran erkennt, dass ich das hier beschreibe...). Die Wanderung war sehr schön, trotz Schwierigkeitsgrad 1 bis 2 war das ganze aber trotzdem kein Waldweg, wie man ihn aus Deutschland her kennt, sondern nur ein schmaler Pfad durch den Wald, gekennzeichnet durch farbige Markierungen in regelmässigen Abständen. Der Pfad führte Anfangs durch Misch- und Nadelwald, nicht so viel anders als in Deutschland, dann vorbei am Putnam Pond und einem Sumpf, bis es dann steiler wurde, anfangs auch durch Wald, später über kahle Felsen, wo man auch schon mal ein fast klettern musste. Wir schafften es bis hoch (sollten wir auch bei Schwierigkeitsgrad 1-2) und wurden durch einen wunderschönen Ausblick belohnt.

Von den Bären, die es in den Adirondacks gibt, sahen wir nichts. Die Bären sollen auch gar nicht mal so selten sein, immerhin haben uns schon zwei Kollegen erzählt, dass sie beim Zelten in der Nacht von Bären besucht wurden, die sich aber nur für die Verpflegung interessierten, welche man besser ausserhalb des Zeltes und bärensicher aufbewahrt. Uns begegneten an dem Tag keine grossen Tiere, aber immerhin zwei kleine Schlangen, eine graue und eine hellgrüne. Die waren sicherlich ungefährlich :-) Beim Abstieg holten wir dann noch eine Gruppe ehemaliger Russen ein, die wohl vor 15 Jahren über Israel in die USA gekommen sind. Trotzdem hat man ihnen den russischen Ursprung noch sehr deutlich angehört. Wir konnten leider nicht sonderlich mit unseren Russischkenntnissen protzen. Unten angekommen gingen wir nochmal kurz baden (mit "Baden verboten" Schild am Badestrand, weil kein Rettungsschwimmer da war) und danach gab es auf der Heimfahrt im Wagon Wheel Diner lecker Steak, innen noch schön rosa.

Wir dachten schon, damit hätten wir den aufregenden Teil des Tages hinter uns, dem war aber nicht so. Nach wenigen Meilen blinkte doch tatsächlich eine Lampe an unserem Plymouth rot auf ! Und zwar die Öl-Lampe... welches ich zwei Wochen vorher nachgefüllt hatte. Ein Blick auf den Ölmessstab zeigte - kein Öl mehr. Wir liessen es nicht drauf ankommen, sondern drehten erstmal um in der Hoffnung, eine Tankstelle zu finden. Da gab es erstmal keine, dafür eine Feuerwehr. Feuerwehr - die haben auch Motorenöl, dachte ich mir, also hielten wir dort an. Das ganze war auch früher mal eine Feuerwehr gewesen, jetzt aber ein Restaurant. Das machte aber nichts, da eine der Kellnerinnen so nett war, schnell in ihre Garage zu fahren, sie hätte dort noch etwas Öl. Nach 10 Minuten kam sie mit einem Quarter (knapp ein Liter) Öl zurück und wollte nicht mal Geld dafür haben. Damit zeigte der Ölmesstab immerhin schon mal wieder was an, wenn auch noch nicht ganz bis zum Minimum. Aber Minimum heisst, bis dorthin ist es so zuverlässig genug, dass der Hersteller es quasi garantiert, drunter wird es dann langsam nicht mehr ganz so zuverlässig. Also gut genug, um bis zur nächsten Tankstelle in 20 Meilen Entfernung zu fahren. Dort, nach 2 weiteren Quartern begnügte sich das Öl dann auch, sich in einen angenehmen Bereich zwischen Minimum und Maximum sehen zu lassen und wir kamen ohne weitere Zwischenfälle heim.

Die Woche drauf erwartete uns ein kulturelles Highlight - das neue Harry Potter Buch und der neue Harry Potter Film. Dienstag abend fuhren wir nach Malta ins Autokino. Dort kommen immer zwei Filme pro Abend und man kommt halt irgendwann. So sahen wir noch die letzte Stunden von Harry Potter und danach den neuen Die Hard (bei dem wir schon bei der Premiere in New York mit Bruce Willis gewesen waren). Harry Potter gestaltete sich als schwierig. Erstmal dieser komische Akzent - britisches Englisch, so was. Und dann die Handlung. Diverse Typen, von den die meisten wohl unter "böse" einzuordnen waren, die "guten" um Harry Potter trainierten Zaubersprüche, bekamen dann noch einen Riesen zur Aufsicht, weil der nette dicke Herr irgendwie wegmusste und gingen zum Schluss nach London, wo Sprüche (oder so) in Glaskugeln aufbewahrt werden. Und zwar in hohen Holzregalen. Das kann ja nicht gut gehen. Und so stürzten natürlich die ganzen Regale ein und die ganzen Kugeln waren hinüber. Der Serienmörder, mit dem sie dort zu tun hatten, hatte mit der Handlung aber irgendwie genauso wenig zu tun wie die böse Direktorin der Schule.

Dann war der Film vorbei und wir erwarteten den "Live free or die hard!" ("Live free or die" steht auch auf den Nummernschildern von New Hampshire). Dem konnten wir gut folgen, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Ich will mal nicht zuviel verraten, es lohnt sich, es gibt total neue Arten, Dinge in die Luft zu jagen :-) Das Harry Potter hatte sich auch bis auf Arbeit durchgeschlagen, es war jedenfalls mehrere Tage heisses Thema, wer schon alles das Buch gelesen hat und im Kino war usw. Und seit letztem Freitag wartet auch schon der nächste Höhepunkt auf uns - Simpsons, der Film :-)

Gestern Abend sind wir nun von unserem zweiten Ausflug nach Boston zurückgekommen, wo es uns auch diesmal sehr gut gefallen hat. Diesmal haben wir das Museum of Fine Arts abgearbeitet (dort gab es wirklich Dinge aus der ganzen Welt, die ich so noch nie gesehen habe), die Harvard Universität (mit Führung über den Campus durch zwei Harvard-Studentinnen, die sich vor allem durch Lautstärke auszeichneten) und das Massachusetts Institut of Technology (MIT, dort hat u.a. Richard Stallman studiert). Eigentlich stand noch das New England Aquarium auf dem Plan, aber dort stand eine endlos lange Schlange (Amerikaner stehen gerne an). So haben wir auch bei unserem zweiten Besuch in Boston noch nicht alles gesehen, aber es war wieder sehr schön.

Heute waren wir wieder auf Arbeit und danach Rudern, heute erstmals im Vierer, der viel wackeliger ist als ein 8er, und uns tun erstmal die Arme weh.

Last Updated ( Tuesday, 31 July 2007 )
 
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