| Independence Day und Cape Cod |
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| Written by Alex | |
| Monday, 16 July 2007 | |
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Das letzte Mal habe ich Morgen des 4. Juli hier was geschrieben, dem Independence Day der USA. Seit dem
hat sich eine Menge ereignet.
Seit jetzt schon drei Wochen gehen Antje und ich dreimal pro Woche rudern, beim "Learn to row" Camp
der Shenendehowa Crew auf dem Mohawk. Das ist etwa 10 Meilen westlich von Clifton Park gegenüber
von Schenectady direkt am Mohawk. Das ganze passiert in 8ern mit Steuermann. Wir hatten gedacht, wer weiss,
ob es da überhaupt genug Leute geben wird, die das machen wollen, aber da gibt es keinen Mangel.
Das letzte Mal waren wir 20 Leute, das machte zwei 8er und einen 4er. Inzwischen geht
das mit dem Rudern auch ganz gut, die "Steuermänner" (ein Mädel, die schätzungsweise 16 ist und ein Junge,
der etwa 12 ist) verstehen wir inzwischen auch ganz gut. Abgesehen davon, dass die manchmal
ziemlich leise sind, mussten wir auch erstmal lernen, was "bow" und "stern" und "port" und "starboard"
usw. alles ist. In den 8ern muss man gut aufpassen, dass man im Rhythmus mit seinem Vordermann
bleibt, sonst klappt das alles nicht. Bis jetzt sind wir auch noch nie alle 8 auf einmal gerudert,
sondern immer in 2er, 4er oder 6er Gruppen. Die jeweils anderen sind gut damit beschäftigt,
das Boot im Gleichgewicht zu halten, damit es nicht auf eine Seite kippt. Das ist schwieriger,
als man denkt. Beim letzten Mal haben wir abwechselnd normal und extra kräftig gerudert, und das habe ich dann
auch noch am nächsten Tag gemerkt. Inzwischen ist es aber wieder ok.
Nun mal zum 4. Juli, Independence Day, Nationalfeiertag der USA. Wie an anderen Feiertagen, z.B.
dem Memorial Day auch, ist es zwar ein Feiertag, aber arbeiten muss man deshalb trotzdem, ausser
man nimmt Urlaub. Das haben wir auch gemacht und sind zu der Independence Day Parade von Clifton Park
gegangen, die Mittag um 12 losgehen sollte. Auf dem Weg dahin (mit dem Auto, wie sonst) fing es nun leider
ein bisschen zu regnen an. Ich sag noch "das regnet hier zwar öfters, aber nie lange" und
es hört auch tatsächlich nach ein paar Minuten gleich wieder auf. Angekommen, stellen wir fest,
dass wir weder die einzigen noch die ersten sind, finden aber trotzdem einen guten Platz und warten darauf,
dass es losgeht. Anders als der typische Amerikaner, der bei jeder Gelegenheit
seine Klappstühle dabei hat, haben wir nur eine Decke zum hinsetzen, das ist aber auch gut genug.
Nach einer Polizeieskorte
durch die New York State Troopers geht die Parade dann los (State Troopers sind die Polizei
vom Staat New York und für die "Staatsstrassen" zuständig, im Gegensatz zur lokalen Polizei, der
ein Sherrif vorsteht, die sich um die lokalen Strassen kümmert).
Und dann kam alles vorbeiparadiert, was Clifton Park und Umgebung zu bieten hat: Feuerwehr,
Pfadfinder,
Veteranen, der örtliche Gesangsverein, Corvetten, Radiosender, Dudelsäcke, Baseballmannschaften - alles da,
und zwar 1 1/2 Stunden lang. Aber, daraus wurde nichts. Der Tag war der bis jetzt einzige, an dem es mal den ganzen Tag lang geregnet hat, und als wir abends bei leichten Nieselregen auf den Clifton Park Commons eintrafen, waren wir so ziemlich die einzigen. Ausser dem Angestellten von der Stadt, der wohl extra dazu hinbestellt worden war, jedem auf die Frage "ist heute das Feuerwerk ?", mit "Nein, das ist auf morgen verschoben" zu antworten. Auch die ganzen Buden, Karusselle usw. waren verlaasen. Da haben sich die Amerikaner doch tatsächlich von dem Regen von den Feierlichkeiten für den Nationalfeiertag abhalten lassen. Also sind wir am nächsten Abend nach der Arbeit und nach dem Rudern wieder zu den Clifton Park Commons gefahren, und tatsächlich wimmelte es diesmal am 5. Juli von Leuten, die den 4. Juli feierten, einige hatten sich schon mit ihren Klappstühlen vor ihren Trucks in Position für das Feuerwerk gesetzt. Es gab auch eine deutsche "Fressbude" mit "Bratwurst, Schnitzel and Knackwurst", und der Inhaber kam auch aus Deutschland, ist aber schon seit über 20 Jahren in den USA (was man ihm auch angehört hat). Daher war es ihm auch nicht zu verdenken, dass er Jena nicht kannte, immerhin ist er noch weit vor der Wende aus Deutschlabd weggegangen. Um 9 ging dann das Feuerwerk los, hier gibt es ein paar Bilder.
Am Wochenende darauf ging es auf die Halbinsel Cape Cod an den Atlantik baden, auch die Kennedys haben hier
immer Urlaub gemacht. Cape Cod liegt direkt südlich von Boston, 250 Meilen
von Clifton Park entfernt. Wir hatten von Arbeit jede Menge gute Tipps bekommen, doch bitte schon
Freitag Mittag Feierabend zu machen, damit wir nicht in den Hauptverkehr kommen, dass das Wasser an
der Innenseite von Cape Cod viel wärmer ist als an der Aussenseite und noch die Adresse der
Schwiegereltern vom Chef, falls wir keiner Übernachtungsmöglichkeit finden.
Wir kamen dann am frühen Abend in Hyanis auf Cape Cod (Aussenseite) an
und hatten kein Problem, ein freies Zimmer zu finden, gleich im ersten Motel hatte
es geklappt und auch für einen erschwinglichen Preis. Hyanis und Cape Cod sind sehr schön,
breite Sandstrände, warmes Wasser, über 20 Grad, leichte Wellen, und viele Piraten- und Lobstersouveniere.
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| Last Updated ( Monday, 16 July 2007 ) |
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